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Reibungsmoment

Laufreibungsmoment
Unter dem Laufreibungsmoment versteht man das Drehmoment, das benötigt wird, um ein Kugellager in Bewegung zu halten.

Anlaufreibmoment
Unter dem Anlaufreibmoment versteht man das Drehmoment, das benötigt wird, um ein Kugellager in Bewegung zu versetzen. Die Gesamtreibung und somit die Erwärmung eines Wälzlagers hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Rollwiderstand
    Die Rauigkeit und die Formgenauigkeit der Lagerlaufflächen sowie die Kugelbelastung sind Faktoren, die den Rollwiderstand beeinflussen. Die Kugelbelastung ist bei axialer Last von dem Kontaktwinkel abhängig. Je größer der Kontaktwinkel umso kleiner ist die Kugelbelastung.
  • Schmiermittelwiderstand
    Dieser ist abhängig von dem verwendeten Schmiermittel, der Menge, der Viskosität und der Drehzahl. Bei Schmierung mit leichtem Instrumentenöl ist bei geringer Drehzahl der Schmiermittelwiderstand vernachlässigbar klein. Er steigt bei der Verwendung hochviskoser Öle und tiefen Temperaturen stark an. Der Schmiermittelwiderstand bei fettgeschmierten Lagern ist je nach Fettart um bis zu 40 mal größer als bei geölten Lagern.
  • Käfigwiderstand
    Je nach Konstruktion und Größe der Käfige entsteht an den Berührungsstellen zwischen Kugel und Käfigkalotte und den Führungsflächen Gleitreibung, die einen Einfluss auf den Käfigwiderstand hat.
  • Laufgeräusch
    Das Laufgeräusch eines Wälzlagers ist eine messbare Kenngröße. Das beim Umlauf der Lagerung entstehende Laufgeräusch hängt sowohl von der Lagerqualität, als auch von den Einbaubedingungen ab.
Sofern an das Laufgeräusch besondere Forderungen gestellt werden, können Wälzlager in spezielle Geräuschklassen unterteilt werden. Das Laufgeräusch eines Lagers wird wesentlich durch den Schmierstoff beeinflusst. Hierbei kann ein nach der Geräuschklasseneinteilung für gut empfundenes Lager durch den Einsatz eines ungünstigen Schmierstoffes wesentlich verschlechtert werden.